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- Katheder in Grodno
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- Sanktuarium der Gottesmutter in Budslaw.
Mit dem Wort “Basilika” nannte man in Rom einen bestimmten Typ weltlicher Bauten. Sie wurden in parallele Naven unterteilt. Der Raum eines solchen Baus bildete eine Art “Forum” – den Platz der Durchführung von Gerichtsverfahren, einen öffentlichen Platz oder einen Markt unter Dach. Dort fanden Platz staatliche und öffentliche Behörden, dort verliefen verschiedenartige Treffen. Nachdem im Jahre 313 vom römischen König Konstantin dem Großen (280-377) die Freiheit der Religion verkündet worden war, begannen die Christen diese Bauten zu Zwecken des Kults zu benutzen, sie errichteten auch eigene Heiligtümer, die an weltliche römische Bauten erinnerten. Diese Heiligtümer hatten eine längliche rechteckige Form mit zwei Naven. Die mittlere Nave war höher und gewöhnlich breiter als die anderen. Sie wurde durch die Fenster erhellt, die unter Dächern der unteren Naven untergebracht waren. In diesem Stil wurden in Rom folgende Heiligtümer erbaut: Petersdom, Sancta Maria Maggiore, Sankt Paul vor den Mauern und Lateranbasilika.
Mit der Zeit begann man die wichtigsten Heiligtümer, damit man ihre Bedeutung betont, Basiliken zu nennen. Den Titel der Basilika erhielt ein Heiligtüm für eine entsprechende feste Tradition oder gemäß dem Dokument des Heiligen Stuhls. Auch jetzt verleiht der Papst den Titel der Basilika, wenn auch die Architektur der Basiliken nicht an die römischen Basiliken erinnert. Es gibt Erzbasiliken und Niedere Basiliken.
Der Begriff der Niederen Basilika erschien vor etwa 100 Jahren. Er ist unmittelbar mit dem Titel “Erzbasilika” verbunden, der seit XVIII. Jahrhundert ausschließlich an patriarchische Basiliken verliehen wird. Diesen Tiltel haben solche römischen Heiligtümer wie Lateranbasilika, Santa Maria Maggiore, Petersdom in Vatikan, Sankt Paul vor den Mauern, Basilika des Heiligen Laurentius und zwei Kirchen in Assisi – des Heiligen Franziskus und der Heiligsten Gottesmutter Maria von Engeln. Diese Basiliken sind unmittelbar dem Papst untergeordnet, deshalb gibt es in jeder Basilika einen Papstthron und einen Altar, an dem ein Zelebrant die Liturgie zelebrieren kann.
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil veröffentlichte der Heilige Stuhl zwei Dokumente, die den Basiliken gewidmet waren: vom Papst Paulus VI. “De altaris Pontificii usu in Patriarchalibus Basilicis Romanis” und der Erlaß über Niedere Basiliken der Kongregation der Zeremonielle “De titulo Basilicae minorus”. Ausgerechnet der letztere Erlaß beschrieb die Bedingungen der Titelverleihung sowie die Pflichten und Privilegien einer Niederen Basilika.
Es gibt folgende Forderungen, damit eine Basilika den Titel der Niederen Basilika erhalten darf:
- Das Heiligtum soll geweiht sein; es zeichnet sich durch Größe, Schönheit aus und entspricht den liturgischen Normen (z. B. einen zu Menschen gewandten Altar zu haben, ein entsprechend untergebrachtes Tabernakel, eine Taufkapelle, einen Ambon und einen Sessel für Zelebranten sowie die den teologischen Normen entsprechenden Heiligenbilder usw. zu haben);
- die Liturgie soll schön zelebriert werden, mit bewußter und möglichst voller Teilnahme von Gläubigen, mit Teilnahme von Ministranten, dem Chor und auch der Person, die die Teilnahme der Gläubigen an der Liturgie leitet und solche Teilnahme unterstützt;
- das Heiligtum soll eine genügende Zahl der Priestern haben, darunter Bekenner, die um eine bestimmte Zeit die Beichte abnehmen;
- in der Diözese soll das Heiligtum eine besondere Rolle spielen, z. B. wegen der darin enthaltenen Reliquien eines Heiligen, eines durch seine Gnaden berühmten Heiligenbildes oder eines historischen Ereignisses, das eine besondere Bedeutung für die Diözese hatte;
- das Heiligtum soll kardinal die Belebung des religiösen Lebens und des Seelsorgerlebens in der Diözese beeinflussen.
Niedere Basilika hat folgende Pflichten:
- auf dem Gemeindeterritorium von Belarus soll man sich um die religiöse Erziehung von Gläubigen nicht nur mit Hilfe der often Lehren, Sagen, sondern auch der Kurse, Formationstreffen usw. kümmern;
- die Papstdokumente zu verbreiten und zu popularisieren, indem man die Gedanken und die Lehre des Heiligen Vaters beleuchtet;
- das Fest des Katheders des Heiligen Petrus am 22. Februar, die Festlichkeit des Heiligen Petrus und Paulus am 29. Juni sowie den Jahrestag der Wahl des Papstes feierlich zu begehen;
- von Zeit zu Zeit, z. B. zu einem Fest, soll die Heilige Messe auf Lateinisch, in gelesener Form und mit gregorianischem Gesang oder religiöser Polifonie zelebriert werden;
- die Symbole des Papstes oder des Heiligen Stuhls auf dem Giebel der Basilika unterzubringen.
Niedere Basiliken besitzen folgende Privilegien:
- die Gläubigen können (unter normalen Bedingungen) die vollständige Sündenvergebung für den Besuch der Basilika an folgenden Tagen erhalten: am Festtag der Heiligen Apostel Petrus und Paulus, am Festtag der katholischen Kirche, am Festtag der Gottesmutter von Engeln (am 2. Juli), an einem anderen bestimmten Tag des Jahres;
- die Gläubigen können “Ich glaube” während der Messe für Pilger oder in Gruppen beten;
- man darf die päpstlichen Symbole (gekreuzte Schlüssel und Infel) auf den Kirchenfannen für Prozessionen, liturgische Gewänder und den Stempel der Basilika gebrauchen;
- der Rektor der Basilika darf über die Sutane eine Rakete aus schwarzer Seide mit benähten Rändern und rubinroten Knöpfen anlegen.




