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Святыя і благаслаўлёныя Беларусі



Heiliger Kasimir
Über die ungewöhnliche, erhabene Frömmigkeit des Königssohnes Kasimir schrieben alle seine Biographen, von Sacharij Ferero und Peter Skarga bis zu Autoren des XIX. Jahrhunderts. “Am frühen Morgen, sobald die Türen des Heiligtums geöffnet wurden, kniete der heilige Königssohn schon vor dem Altar, mit der erhabenen Seele, mit der hingerissenen und zugleich ergebenen Gestalt eines Märtyrers, und blieb in der katholischen Kirche, bis sie geschlossen wurde. Hier vergaß er alle Bedürfnisse des Leibes: er spürte keinen Hunger, keine Kälte, keine Müdigkeit;als ob er in einer heiligen Bezauberung, in einem augenblicklichen, aber unsterblichen Abbruch mit dem Leib verweilte... Mitten in der Nacht sprang er aus dem Bett, verließ heimlich sein Zimmer, allein, barfüßig, lief er zum Schloßheiligtum, fand es am öftersten geschlossen und legte sich vor seine Schwelle, besprengte sie mit Tränen und blieb bis Sonnenaufgang in der heiligen Erhabenheit des Gebets ...”. In hingerissenen Gedichten schrieb er die Hymne an die Gottesmutter “Omni Dei”, die unter seinem Namen bekannt ist und in der Katholischen Kirche seit 1499 verwendet wird.1483 kam Kasimir, der an Tuberkulose krank war, nach Vilno, und zu Weihnachten besuchte er Grodno. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich schnell, und am 1. März wurde er nach Vilno befördert. Kasimir starb bei Tagesanbruch am Donnerstag, den 4. März 1484 im Unteren Schloß im Alter von 25 Jahren. Seine Leiche wurde feierlich in der Kapelle der vom König Kasimir gegründeten Kathedrale von Vilno begraben.
 
Heiliger Rafal Kalinowskij
Jusef Kalinowskij wurde 1835 in Vilno geboren. Nach dem Abschluß der Universität von Schljachta (1843-1850) begann er das Studium am Institut für Agrarwirtschaft in Gori-Gorki bei Orscha. Nach drei Jahren wurde er in die Nikolajewer Militäringenieurakademie in Petersburg versetzt. Als der Decemberaufstand begann, wurde er zum Chef der Militärsektion der Exekutiven Abteilung Litauens (des Hauptorgans für Leitung des Aufstandes). Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurde er verhaftet und zu Tode verurteilt. Im Gefängnis hielt man ihn für heilig. Dank den Bemühungen von Nächsten und Freunden wurde die Todesstrafe durch zehn Jahre Zwangsarbeiten in Sibirien ersetzt. Kalinowskij machte Zwangsarbeiten in verschiedenen Orten, indem er zahlreiche Prüfungen durchmachte, und kehrte 1873 in die Heimat zurück. Er war Erzieher des Sohnes von Wladislaw Tschartorijskij – August. 1877 trat Kalinowskij zum Gesetz von Unbeschuhten Karmelitern und übernahm den Namen Rafal. 1882 erhielt er die Priesterzeugnisse, nachdem er das Studium der Philosophie und Teologie abgeschlossen hatte. Nach einigen Jahren wurde er zum Prior in einem Kloster in Tschernaj bei Krakow, dann in Wodovizy. Er war Beichter – Charismatiker, und deshalb nannte man ihn “Opfer des Beichtstuhls”. Er starb am 15. November 1907. Seine Reliquien befinden sich in der katholischen Karmeliterkirche in Tschernaj. Er wurde 1983 von Johannes Paulus II beatifiziert, 1991 kanonisiert. Der Heilige Rafal Kalinowskij ist Beschützer von Offizieren und Soldaten, Verteidiger in schweren und hoffnungslosen Sachen.
 
Seliger Jurij Matulewitsch
“Herr, erlaube mir wie eine Kerze auf Deinem Altar zu brennen”. Dieser große Wunsch vom Seligen Jurij Matulewitsch ging in Erfüllung. Während seines ganzen Priesterlebens brannte er wie eine Kerze – hell und zuverlässig. Durch sein Dienen beleuchtete er die fernsten, verlassenen und schrecklichsten Ecken jener historischen Epoche, wo Politik, Hass, Chauvinismus kreuzten die Schicksale christlicher Völker. Dieses Licht erlisch nie, es war hell und flammend. Und es brannte, solange das Herz des großen und heiligen Menschen es durch seine Schläge belebte.
 
Heiliger Andrej Babolja
Man warf Andrej viele Nachteile vor. Das Temperament eines Cholerikers mit sanguinischen Zügen zeichnete sich inzwischen durch Impulsivität und Hartnäckigkeit aus. Dennoch ging er konsequent zu dem bestimmten Ziel, zu dem ab dem Moment des Beitritts zur Gesellschaft Jesu sein Dienen unter der Standarte des Kreuzes und der Leitung des Heiligen Vaters wurde. Diesem Hauptcharismaten waren die Iesuiten immer treu. Die apostolische Dynamik von Babolja und sein Predigereifer entstanden aus dem Wunsch, dem Schöpfer und den Nächsten zu dienen, aus der Suche von dem größeren Lob Gottes durch die Arbeit an der Erlösung menschlicher Seelen, die durch das Blut Jesu erlöst wurden. Und die Tatsache, daß er den Beinamen “Seelenfänger” bekam, ist das Echo von “Überlegungen über zwei Standarten” aus dem Buch “Geistliche Übungen”.
 
Heiliger Jasafat Kunzewitsch
Die Biographie des heiligen Bischofs des Polazker Landes, des Heiligen Beschützers der heutigen Diözese Witebsk, der für den katholischen Glauben, genauer gesagt, für einen Satz aus dem Apostolischen Symbol des Glaubens, zu Tode gequält wurde...
 
Diener Gottes Sigmund Losinskij

“Ich liebte sie so sehr und wollte so das Leben für sie geben, und bat immer Jesus, den Herrn, darum, mir viel Geduld für sie zu schicken...”
(aus der postumen Botschaft des Bischofs Sigmund Losinskij)

Der katholische Geistliche Bischof Sigmund Losinskij wurde am 5. Juni 1870 im Dorf Borationo bei Nowogrudok geboren. 1880 begann er das Studium am Warschauer Gymnasium, absolvierte es aber in Petersburg. Nach dem Abschluß des Gymnasiums studierte er am Petersburger Priesterseminar und 1891 an der Akademie für Teologie. Am 23.Juni 1895 wurde er zum Priester geweiht.

Papst Benediktus XV. ernannte Losinskij zum Bischof der erneuten Diözese Minsk. 1920 wurde Bischof S. Losinskij von der Sowjetmacht verhaftet und verbrachte elf Monate im Moskauer Gefängnis “Butyrka”. Dann wurde er befreit und nach Polen gebracht. Papst Pio XI. ernannte Sigmund Losinskij zum Bischof der neugegründeten Diözese Pinsk. Losinskij starb im Zustand der Heiligkeit am Ostersonnabend, am 26. März 1932 in Pinsk, indem er mit heroischer Selbstlosigkeit große Schwierigkeiten,die das Ergebnis der Krankheit und zwei Operationen waren, ertrug.

 
Belarussische Märturer, die das Leben während des II.Weltkrieges aufopferten und 1999 von dem Heiligen Vater Johannes Paulus II zum Lob der Altare samt Märturern aus anderen Ländern erhoben wurden:

Seliger Metschislaw Bogatkewitsch

Priester Metschislaw Bogatkewitsch wurde 1904 geboren. Während der Okkupation war er Priester in Drysa. Er ist durch seine feurigen Gamilien und Barmherzigkeit den Armen gegenüber. Er wurde von der Gestapo wegen des Priesterdienens verhaftet und zwei Monate später, am 4. März 1942 in Bereswetschje bei Glubokoje mit zwei Dienern Gottes: Priester Wladislaw Matjkowjak und Priester Stanislaw Pyrtak erschossen. Vor der Erschießung schrieb er im Brief an die Verwandten: “Weint nicht meinetwegen, denn ihr Nachkomme und Bruder hat die Prüfung bestanden. Ich bitte euch nur um ein Gebet. Ich verzeihe alle meine Feinde vom ganzen Herzen, ich möchte für sie alle den Himmel verdienen”.

Seliger Wladislaw Matjkowjak

Priester Wladislaw Matjkowjak wurde 1910 geboren, er war Priester der Gemeinde Ikosnj. Wegen der selbstlosen Priestertätigkeit wurde er in Vilnius von der Gestapo zu Tode verurteilt. Man warnte ihn vor der Gefahr, aber freiwillig beschloß er in der Gemeinde zu bleiben, um weiter den Gläubigen zu dienen. Er wurde am 3. December 1941 verhaftet , und am 4. März 1942 in Bereswetschje erschossen. Vor der Erschießung schrieb er auf den Umschlag des Breviers an seinen Bischof: “Ich gehe, um das letzte Opfer, das aus meinem Leben besteht, zu bringen. In drei Stunden werde ich vor dem Herrn stehen. (...) Ich freue mich, daß Gott mich gewählt hat und am meisten freue ich mich, daß Er mir Gnade und Kraft gibt”.

Seliger Stanislaw Pyrtak

Priester Stanislaw Pyrtak wurde 1913 geboren, er war Vikar der Gemeinde Ikosnj, in der W. Matjkowjak Priester war. Er wurde auch von der Todesstrafe wegen der Priestertätigkaht bedroht. Er wurde verhaftet, als er zur Polizei ging, um für den verhafteten Priester einzutreten. Er wurde mit ihm am 4. März 1942 in Bereswetschje erschossen. Vor der Erschießung schrieb er an seine Eltern: “Einige Stunden trennen mich von dem unverdienten Tod. Das Pflicht des Priesters ist es, auch dieses Opfer für Christus zu bringen. Ich sterbe für die Lehre der Religion. Weint nicht und seid nicht traurig meinetwegen. Ich sende euch das Priestersegen. Nach drei Monaten Gefängnis freue ich mich, daß ich würdig bin, zu dulden und sterben”. Diese drei zu Tode verurteilten Priester riefen vor dem Tode zusammen aus: “Möge Christus der Herr leben!”.

Seliger Genrich Glebowitsch

Priester Genrich Glebowitsch wurde 1904 geboren, er war Professor für Teologie an der Sefan-Batorij-Universität in Vilnius. Ab 1936 war er Priester der Gemeinde in Trokach. Jede Arbeit und jede Umgebung waren für ihn die Möglichkeit, die Seelen zum Werk Gottes heranzuziehen. Priester Genrich Glebowitsch war ein außergewöhnlich aufopfernder Priester, ein charismatischer Leiter im Glauben, Apostel der Einheit von Christen, Freund für alle, die nach der Wahrheit suchten. Durch sein Dienen beeinflußte er stark den Studentenkreis in Vilnius und in der Erzdiözese. Am 3. Mai 1941 opferte er sein Leben für die Rettung des Glaubens von Jugendlichen auf. Wegen der Priestertätigkeit in Belarus wurde er am 9. November 1941 in Borissow erschossen.

Seliger Jusef Achilles Puchala

Vater Jusef Achilles Puchala wurde 1911 geboren, er war Priester in Perschai. Zuerst war er in Grodno in der katholischen Kirche der Gottesmutter von Engeln als Vikar tätig. In Perschai verhaftete die Gestapo wegen des Aufstandes im benachbarten Iwenez viele Gemeindeangehörigen. Dem Kommandanten der deuschen Gendarmerie, der dem Priester und Vikar die Möglichkeit, sich zu retten, geben wollte, antworteten die mutigen Franziskaner, daß “die Priester die Gläubigen nicht im Stich lassen können”. Sie schlossen sich den Verhafteten an und wurden am 19. Juli 1943 in einer Tenne im Dorf Borowikowschtschisna zu Tode gequält.

Seliger Karal German Stempenj

Vater Karal German Stempenj wurde 1910 geboren, er war Absolvent der päpstlichen teologischen Fakultät des Heiligen Bonaventura in Rom und der teologischen Fakultät der Jan-Kasimir-Universität in Lvov. Er wurde mit seinem Priester Vater Jusef Achilles Puchala zu Tode gequält. Er konnte sich retten, aber wie der Priester wollte er die Gemeindeangehörigen, die zu Tode verurteilt wurden, nicht verlassen.

Seliger Jurij Kaschira

Priester Jurij Kaschira wurde 1904 geboren, er war Apostol der Einheit von Katholiken und Orthodoxen. Er wurde in der orthodoxen Kirche getauft, mit 18 Jahren nahm er den katholischen Glauben an. Ungeachtet der Gefahr blieb er mit den Gemeindeangehörigen in Rossiza bis zu Ende, indem er sie zum Tod vorbereitete. Er wurde am 18. Februar 1943 in einem Holzhaus in Rossiza zusammen mit anderen Menschen vebrannt.

Seliger Antonij Ljaschtschewitsch

Priester Antonij Ljaschtschewitsch wurde 1890 geboren, der Gemeinschaft der Marianer trat er mit 47 Jahren bei. Vorher erfüllte er fast 25 Jahre lang die Priesterpflichten im Fernen Osten, ohne die Familie oder die Heimat zu besuchen. Er wußte über die faschistische Strafexpedition nach Rossiza, verzichtete aber auf die Flucht. Als man ihn festnahm, tröstete er die Schwestern: “Seid mutig und betet”. Am 17. Februar 1943 wurde er in einem Stall mit der Gruppe von Menschen gebrannt, am Vorabend des Märtyrertodes seines Mitmenschen Priester J. Kaschira.

Schwester Maria Marta von Jesus,
Kasimira Walowskaja

Kasimira Walowskaja wurde 1879 in Lublin geboren. 1900 trat sie dem Kloster der Gemeinschaft der Schwestern der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter Maria in Jaslowza bei. Nach der heiligen Trauung schrieb sie: “Mein einziges schüchternes Streben vor dem Herrn Jesus ist die Fähigkeit, der Gemeinschaft bis zu Tode zu dienen”. Im August 1939 wurde Marta zur Vorgesetzten im Haus des Gesetzes Gottes in Slonim. Während des Zweiten Weltkrieges half sie den Juden, Hungernden, den Familien von Gefangenen und von denen, die zu Tode gequält wurden. In der Nacht vom 18. zum 19. December 1942 verhafteten die Faschisten den Priester Adam Starka (er war Iesuit), den Klosterkapellan, Hl. Marta Walowskaja und Hl. Eva Nalischewskaja, die Ärztin. Am Morgen, den 19. December, wurde sie, nach Verhör und Foltern, samt 600 anderen Gefangenen aus dem Haus zum Ort der Massenhinrichtungen abtransportiert. Einer der letzten Slonimer Polizisten schlug den Schwestern vor zu fliehen, aber sie verzichteten darauf. Die am Leben gebliebenen Zeugen sagen, daß Martas letzte Worte vor der Erschießung waren: “Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!”.

Schwester Maria Eva von der Vorsehung,
Bogumila Naischewskaja

Bogumila Naischewskaja wurde 1885 in Assanischki geboren. Ihr geistlicher Leiter war Diener Gottes Pr. Bischof Sigmund Losinskij, der lehrte, daß man die Heiligkeit überall, immer und in jedem Posten zu suchen ist. Und Schwester Eva bemühte sich, dieses Prinzip das ganze Leben lang zu realisieren. Nach dem Abschluß der medizinischen Institution in Petersburg trat Bogumila 1919 der Gemeinschaft der Schwestern der Unbefleckten Empfängnis bei. Später arbeitete sie als Lehrerin und Erzieherin im Gymnasium in Jaslovez und Slonim, und auch als Ärztin in der Schule und in der Gemeinschaft. Schwester Eva konnte die Bedürfnisse jedes Menschen sehen und jedem helfen, ohne sich hervorzuheben. Am 19. December 1942 nahm sie den Märtyrertod an, als sie zusammen mit Pr. Starka und Schwester Marta Wolowskaja von den Faschisten festgenommen und zum Ort der Erschießung gebracht wurde. Dort wurden sie gezwungen, sich auszuziehen, indem sie über dem ausgegrabenen Graben standen, und dann wurden sie erschossen. Auf solche Weise wurde die Bitte an Herrn Gott – um die Hilfe bei der Erlösung des Volkes Gottes durch das Leben und den Mätryrertod – , die von ihr vor der heiligen Trauung aufgeschrieben worden war, vernommen.

An den Lob der Altäre wurde die weltliche Persönlichkeit
Marjana Bernazkaja

Marjana Bernazkaja die 1888 geboren wurde, erhoben. Gott, Sein Gesetz und Liebe an die Familie waren für Marjana die Werte, die wichtiger als das eigene Leben waren. Während der Strafexpedition der Gestapo opferte sie sich selbst anstatt ihrer schwangeren Schwiegertochter auf. Als sie vor den Füßen der SS kniete, bat sie: “Wie kann sie gehen? Sie wird bald ein Kind gebären. Ich werde statt sie gehen”. Die Schwiegertochter kam nach Hause zurück. Marjana wurde am 13. Juli 1943 in Naumowitschi bei Grodno erschossen. Als sie auf die Todesstrafe wartete, hatte sie nur eine Bitte – daß man ihr einen Rosenkranz gibt.

 
Schwestern der Heiligen Familie

Ende Juli 1943 führten die Faschisten die Massenverhaftungen in der Bevölkerung von Nowogrudok durch, und da sagten die Schwestern-Nazarethanerinnen die berühmten Worte: “Mein Gott, wenn das Opfer des Lebens notwendig ist, mögen wir eher erschossen werden, als diejenigen, die Familien haben”.

Das Opfer wurde angenommen. Am 1. August 1943 opferten im Wald hinter Nowogrudok 11 Schwestern-Nazarethanerinnen ihr Leben auf. Nach dem Krieg wurden am 19. April 1945 die Leichen der Schwestern-Märtyrerinnen hinübergetragen und neben der Kirche der Verklärung Jesu begraben.

Am 27. September 1991 wurden ihre Reliquien ins Grabmal, das sich in der Kapelle der Gottesmutter in derselben katholischen Kirche befindet, hinübergetragen.

Am 5. April 2000 fand die Beatifikation von 11 Schwestern-Nazarethanerinnen statt, die ihr Leben für die Einwohner von Nowogrudok aufgeopfert hatten.