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Geschichte des Christentums in Belarus

X. Jh. Die Fürstin Olga (ihr Taufenname ist Jelena, ? – 969) wurde getauft. 959 wandte sich Olga, schon als Christin, wahrscheinlich nach dem lateinischen Brauch, an den germanischen König Otton I mit der Bitte, für ihr Volk einen Bischof und Priester zu weihen. Der König ordnete die Territorien von polabischen Slawen der Macht des Bischofs von Adalgo unter. Der este in Chroniken erwähnte Fürst von Polozk Rogwolog und seine Tochter Rogneda waren Christen. Rogneda wurde Nonne und nahm den Namen Anastasia an. Sie gründete ein Frauenkloster nicht weit von Saslawl.

Ende X. Jh. – Anfang XI. Jh. Der Hl. Bruno Bonifatius mit dem Hl. Adolbert- Wojtech predigte den Heiden und wurde 1009 von ihnen „auf der Grenze Litauens und Rusj“, d. h. irgendwo im westlichen oder südwestlichen Teil von Belarus, ermordet. Der „russische König“ ließ den Heiligen begraben, und man errichtete einen Tempel über ihm.

Zeit zwischen 1008 und 1113. Fürst Swjatopolk heiratete die Tochter des polnischen Fürsten (des künftigen Königs) Boleslaw des Tapferen. Bei Bischof Reinbern wurde in Turow ein Bischofstum des westlichen Brauchs gegründet.

1186. Es wurde das Bischofstum von Livonien (Riga) gegründet, das stark die religiöse Situation auf den belarussischen Territorien beeinflußte.Zum ersten Bischof von Teilen belarussischer und litauischer Territorien wurde Christian ernannt, dessen Bischofssitz anscheinend auch in Nowogrudok war. Der Heilige Stuhl erteilte ein Privileg für die Unterordnung des neugegründeten Bischofstums unmittelbar dem Papst. Auf solche Weise erhielt es die Rechte des Erzbischofstums.

Zeit zwischen 1300 und 1316. Es wurde die orthodoxe Metropolie von Litauen mit der Hauptstadt in Nowogrudok, die Konstaninopol untergeordnet wurde, gegründet. Im XIV. Jahrhundert verlangsamte sich zwar die Entwicklung des Christentums des westlichen Brauchs in Belarus, wurde aber nicht ganz eingestellt.

Große Fürsten Algerd und Kejstut, die 1345-1377 zusammen regierten, hemmten die Entwichlung des Katholizismus auch nicht. Einer der Söhne von Kejstut nahm den Katholizismus an. Auf jene Zeit führt die Chronik die Ankunft von vielen Franziskanern in Vilno und den Märturertod von 14 von ihnen zurück.

Ende des XIV. Jh. Die Macht wurde zwischen Witowt und Jagajlo geteilt. 1385 wurde die politische Union zwischen Polen und dem Großfürstentum von Litauen – die Union von Krewo- geschlossen. In der Union war die Ehe von Jagajlo mit der Königin von Polen und seine Krönung zum König von Polen vorgesehen. Als Ersatz versprach Jagajlo nach dem lateinischen Brauch getauft zu werden und die Heiden im Großfürstentum von Litauen taufen zu lassen. 1386 wurde er unter dem Namen Wladislaw getauft und gekrönt, indem er den Grundstein zur königlichen Dynastie von Jagajlowitschi (Jagelony) legte. Bei Witowt und Jagajlo wurden auf dem heutigen Territorium von Belarus etwa 20 katholische Kirchen gebaut. 1386 geling es Witowt, vom Heiligen Stuhl die Erneuerung des Privilegs für die unmittelbare Unterordnung der katholischen Kirche des Großfürstentums von Litauen der Stadt Rom, das Mindowg gegeben worden war, zu bekommen.

XV.Jh. Es setzte das weitere qualitative und quantitative Wachstum der Katholischen Kirche in Litauen-Belarus. Am Ende des Jahrhunderts gab es schon gegen 150 Gemeinden. Die Zahl von Klöstern erhöhte sich.

XVI Jh. Seit den zwanziger Jahren begann der Protestantismus ins Großfürstentum von Litauen einzudringen, der um die Mitte des Jahrhunderts seine Positionen festigte. 1569 schlossen das Großfürstentum von Litauen und Polen die Union von Lublin. Dem Kampf gegen Protestantismus schlossen sich die Jesuiten an und begannen ihre Kollegien zu gründen. Die Jesuiten gründeten zwei Universitätszentren – die Akademie Vilno (1579 -1773) und die Akademie Polozk (1812-1820). 1596 wurde in Berestje die Kirchenunion erklärt, der sich der größte Teil der orthodoxen Bevölkerung von Litauen-Belarus anschloß.

Anfang XVII. Jh. Man begann aktiv die Kirchen und Klöster zu bauen. Dieses Jahrhundert wurde durch den Märtyrertod von Jasafat Kunzewitsch (1623) geprägt, der später kanonisiert wurde. 1720 bestimmte man separate katholische Bischöfe für den östlichen Teil von Belarus – in Mogiljow, Mstislawl und Orscha. Gegen 80% der Bevölkerung des Staates waren Uniaten, und noch gegen 15% waren Katholiken. Auf dem Territorium von Belarus gab es etwa 240 römisch-katholische Gemeinden, zu denen gegen 240 000 Gläubige gehörten. 1773 gründete Katharina II ohne Zustimmung des Heiligen Stuhls die Diözese Belarus. 1783 wurde als Ergebnis langer Verhandlungen die Erzdiözese Mogiljow gegründet, der sich die katholischen Diözesen und die Katholiken des ganzen Rußländischen Reiches unterordneten. 1798 erschien die Diözese Minsk.

XIX. Jh. Nationale und religiöse Unterdrückung von Belarussen seitens des Rußländischen Reiches. Der Zwangsanschluß an Rußländ nach der letzten Teilung von Rechj Pospolitaja im Jahre 1775 verursachte die Schließung von fast allen katholischen Klöstern und Bildungseinrichtungen in der Periode von 1830 bis 1870. 1839 wurde die Union liquidiert. Es begann die Zwangsbekehrung der Bevölkerung zur orthodoxen Religion. Es begann die Periode der harten, über 200 Jahre dauernden nationalen und religiösen Unterdrückung. Zusammen mit dem Volk wurde auch die katholische Kirche unterdrückt. 1869 wurde die Diözese Minsk liquidiert: ihr Territorium wurde zuerst an die Diözese Vilno und 1883 an die Diözese Mogiljow angeschlossen. Die zaristische Regierung bereitete dem religiösen Leben von Katholiken verschiedene Hindernisse.

Nach der Revolution 1905 erfolgte eine bestimmte Belebung der Tätigkeit der Katholischen Kirche in Belarus, einige Gemeinden wurden wiederbelebt. 1917 wurde die Diözese Minsk wiederbelebt. Aber ab den zwanziger Jahren wurde im Zusammenhang mit der Änderung der religiösen Politik der sowjetischen Macht und der Teilung von Belarus (Abkommen von Riga 1921) die Tätigkeit der Diözese Mogiljow und der Diözese Minsk fast ganz lahmgelegt. 1923 wurde Erzbischof J. Tepljak verurteilt und gemaßregelt. 1926-1936 erfüllte die Funktionen des des Leiters der Erzdiözese Mogiljow P. E. Newe. 1921 wurde Bischof von Minsk Sigmund Losinskij, der später die neugegründete Diözese Pinsk leitete, verhaftet und sollte ausreisen. Die Welle von Repressalien gegen die Katholische Kirche und das Priestertum erreichte in der BSSR den Höhepunkt 1939, als fast alle Kirchen geschlossen waren, und in den zehn formal nicht geschlossenen Kirchen gab es keine Priester. Viele Priester wurden physisch vernichtet.

Während des zweiten Weltkrieges erfolgte auf dem von Faschisten besetzten Territorium von Belarus die teilweise Wiederbelebung der Katholischen Kirche, aber sofort nach dem Krieg begann man erneut die Repressalien zu ergreifen. Nach Stalins Tod ließ die Verfolgung von Katholiken etwas nach, hörte aber nicht auf. Und zwar belebte man unter diesen schweren Bedingungen das religiöse Leben allmählich wieder.

Am 25. Juli 1989 wurde Tadeusch Kondrusewitsch vom Heiligen Stuhl zum Bischof nominiert und zum Apostolischen Verwalter der Diözese Minsk für die Katholiken von Belarus ernannt. In Grodno wurde das Hohe Priesterseminar eröffnet.

Am 13. April 1991 wurde Bischof Tadeusch Kondrusewitsch vom Heiligen Stuhl zum Erzbischof ernannt, zum Apostolischen Verwalter für Katholiken des lateinischen Brauchs des europäischen Teils Rußlands mit Sitz in Moskau. An demselben Tag wurden zwei Bischöfe nominiert: Kazimierz Świątek, der zu dem Metropoliten der neugegründeten Erzdiözese Minsk und Mogiljow und dem Apostolischen Verwalter der erneuten Diözese Pinsk ernant wurde, und Alexander Kaschkewitsch, der zum Ordinarius der Diözese von Grodno ernannt wurde.

Am 5. Juli 1992 wurde die Metropolitenkommission für Übersetzung liturgischer Texte und religiöser Literatur in die belarussische Sprache gebildet, dank der liturgische Haupttexte und eine Reihe anderer Materialien zum Druck vorbereitet wurden.

Am 18. Mai 1994 wurde Agostino Marketto zum Apostolischen Nuntius für Katholiken von Belarus vom Heiligen Stuhl ernannt, and am 26. Mai wurde Kazimierz Świątek zum Kardinal nominiert.

Am 15.April 1996 wurde Erzbischof Dominik Gruschowskij zum Apostolischen Nuntius für Belarus ernannt.

1994. Man begann katholische Zeitschriften „Dialog“ (Diözese Pinsk) und „Ave Maria“ (Erzdiözese Minsk und Mogiljow) herauszugeben. 1995 erschienen die ersten Nummern der vierteljährlichen Zeitschrift „Unser Glaube“ und des monatlichen Informationsblattes „Katholische Nachrichten“.

1998-1999. Es wurden Beibischöfe für die Diözesen Grodno und Pinsk und die Erzdiözese Minsk und Mogiljow vom Heiligen Stuhl nominiert.

Am 29. September 1998 erfolgte in der Kathedrale in Grodno die Konsekration des Weihbischofs Antonij Demjanko.

Am 24. Juni 1999 erfolgte in Pinsk die Konsekrarion vom Bischof Kasimir Welikasselez, und am 4. December 1999 wurde in der Minsker katholischen Kathedrale Kirill Klimowitsch zum Bischof geweiht.

Es wurde die Konferenz der Katholischen Bischöfe in Belarus gegründet, deren erste Sitzung am 11. Februar 1999 stattfand. Zum Vorsitzenden der Konferenz wurde Kardinal Kazimierz Świątek gewählt.

Am 30. December 2000 beendete seine Arbeit der Synod der Erzdiözese Minsk und Mogiljow, der Diözesen Witebsk und Pinsk. Es war der erste Synod in der Nachkriegszeit, der vier Jhre dauerte. Der Synod arbeitete die Statute der Katholischen Kirche für alle Hauptrichtungen ihrer Tätigkeit aus.

Es erhöht sich die Zahl von Gemeinden und Gläubigen, man restauriert und baut neue katholische Kirchen. Die belarussische Sprache wird allmählich zur Sprache der Katholischen Kirche.

Am 13. Mai 2002 wurde die religiöse Zeitschrift für Kinder „Der kleine Ritter der Unbefleckten“ (es ist eine vierteljährliche Zeitschrift) registriert.

Am 21.August 2004 wurde Kadrinal Kazimierz Świątek, dem Erzbischof der Erzdiözese Minsk-Mogiljow, von den Herausgebern das in der belarussischen Sprache herausgegebene „Römische Messbuch“ vorgelegt, das als liturgisches Hauptbuch für die Zelebrierung der Heiligsten Eucharistie gilt. Aus diesem Anlass äußerte der Heilige Vater Johannes Paul II Seiner Eminenz Kardinal in dem speziellen Brief vom 27. Oktober seinen Dank. Das ist die erste in der Geschichte Ausgabe des gebilligten „Römischen Messbuches“ auf Belarussisch und die erste Ausgabe seiner dritten Redaktion in der nationalen Sprache.

Am 15.September 2004 ernannte der Heilige Vater den ehrwürdigen Monsignore Martin Vidovic, den Offizial des Staatlichen Sekretariates, zum Apostolischen Nuntius und machte ihn gleichzeitig zum Titularerzbischof von Nona. Am 21. Januar kam der neu ernannte Nuntius in Minsk an.

Am 27. September 2004 überreichte der Heilige Vater Johannes Paul II. Kardinal Kazimierz Świątek, dem Erzbischof der Erzdiözese Minsk-Mogiljow, die spezielle Auszeichnung „Fidei testis“, die vom Institut von Paul VI. in Breschia (Italien) zuerkannt worden war.

Am 23. und 24. Oktober 2004 besuchte der Vorsitzende des Päpstlichen Rates für Angelegenheiten der Familie Kardinal Alfonso López Trujillo Belarus auf Einladung des Vorsitzenden der Konferenz der Katholischen Bischöfe in Belarus Kardinal Kazimierz Świątek.

Am 14. Dezember 2004 ernannte der Papst Johannes Paul II. Seine Exzellenz Antoni Dziemianko, den Titularbischof von Lesvi, zum Weihbischof der Erzdiözese Minsk-Mogiljow und befreite ihn von den Pflichten des Weihbischofs der Diözese Grodno.

Am 2.April 2005 ging um 21.37 Uhr europäischer Zeit in Rom Papst Johannes Paul II. in die Ewigkeit. Während der heiligen Messe für die Ruhe der Seele des Papstes vor 130 000 Gläubigen und zahlreichen Vertretern der Behörden bezeichnete Kardinal Sodano Papst Johannes Paul II. als „groß“, wie man nur die heiligen Pontifizes nennt. In der Früh am 8.April fand die heilige Trauermesse statt, und zu Mittag legte man den Sarg mit dem Leichnam von Johannes Paul II. in die Krypta der Basilika des heiligen Petrus, in der bis zum Jahr 2000 die Gruft von Johannes XXIII. gewesen war, die in die Basilika nach seiner Beatifikation übertragen worden war. Seinem letzten Willen zufolge, der im Testament enthalten ist, ruht Johannes Paul II. in der Erde, ohne Sarkophag. Der Dienst von Johannes Paul II., der über 26 Jahre gedauert hatte, wurde in der Katholischen Kirche zum längsten Pontifikat des XX. Jahrhundertes und zum drittlängsten in der Geschichte der Katholischen Kirche. Dieses Pontifikat wurde gleichzeitig das fruchtbarste auch in anderen Aspekten (zum Beispiel nach der Zahl der Auslandspilgerreisen des Papstes – 104 und nach der Zahl der im Laufe dieser Pilgerreisen besuchten Länder - 129). Es wurden 14 Päpstliche Enzykliken herausgegeben. Während des Pontifikates von Johannes Paul II. wurden 148 Beatifikationsprozesse und 51 Heiligsprechungsprozesse durchgeführt (1343 Selige und 482 Heilige wurden erklärt). Er war der erste im Laufe der letzten 455 Jahre Nachfolger von Petrus, der nicht italienischer Herkunft war, und der erste Papst-Slawe.

Am 19. April 2005 wurde laut Ergebnissen der vierten Runde der Abstimmung von 115 Kardinälen, die sich zur Konklave in der Sixtinischen Kapelle versammelt hatten, Joseph Ratzinger zum neuen, 265., Papst gewählt. Er nahm den Namen Benedikt XVI. an. Am 24. April fand die Inauguration des neuen Pontifexes statt.

Am 13. Juni 2005 erklärte der Heilige Vater Benedikt XVI. öffentlich die Eröffnung des Beatifikationsprozesses von Johannes Paul II., indem er eine spezielle Erlaubnis (Dispens) gab, nicht zu warten, bis die festgelegten fünf Jahre seit dem Tod des Dieners Gottes verlaufen sind.

Am 10. Dezember 2005 erfolgte in der Minsker erzkathedralen katholischen Kirche des Namens der Heiligsten Jungfrau Maria die Einweihung des rekonstruierten Altars und der neuen Orgel sowie die Krönung der Ikone Mariä der Unbefleckten Empfängnis, die vom Diener Gottes Johannes Paul II. eingeweiht worden war und unserer katholischen Kirche geschenkt worden war. Die feierliche heilige Messe zelebrierte der Metropolit der Erzdiözese Minsk-Mogiljow Kardinal Kazimierz Świątek zusammen mit allen belarussischen Bischöfen, mit dem Vertreter der österreichischen Bischöfe und zahlreichen Priestern aus verschiedenen Diözesen von Belarus. Dieses Ereignis war der Abschluss einer bedeutenden Etappe in der Erneuerung des wichtigsten katholischen Heiligtums von Belarus.

Am 14. Juni 2006 berichtete der Pressedienst des Apostolischen Stuhls, dass der Heilige Vater Benedikt XVI. das Gesuch um die Befreiung von der Priesterleitung der Erzdiözese Minsk-Mogiljow angenommen hatte, das von Seiner Eminenz Kardinal Kazimierz Świątek entsprechend dem Kodex des Kanonischen Rechtes, Kann. 401, § 1. eingereicht worden war. Gleichzeitig ernannte der Heilige Vater Benedikt XVI. Seine Exzellenz Antoni Dziemianko, den Titularbischof von Lesvi und Weihbischof der Erzdiözese Minsk-Mogiljow, zum Apostolischen Administrator sede vacante und ad nutum Sanctae Sedis der Erzdiözese Minsk und Mogiljow. Seine Eminenz Kardinal Kazimierz Świątek, der Erzbischof der Erzdiözese Minsk-Mogiljow in Rente, wurde mit der Erfüllung der Pflichten des Apostolischen Administrators der Diözese Pinsk ad nutum Sanctae Sedis beauftragt.

Am 14.Juni 2006 bat Kardinal Kazimierz Świątek, die XXIX. Plenarsitzung der Konferenz der Katholischen Bischofe in Belarus beendend, darum, ihn vom Posten des Vorsitzenden der oben genannten Konferenz zu befreien, im Zusammenhang damit, dass er schon kein Diözesanbischof ist (vgl. Kodex des Kanonischen Rechtes, Kan. 376). Während der Plenarsitzung war der Posten des Vorsitzenden Seiner Exzellenz Alexander Kaszkiewicz, dem Bischof der Diözese Grodno, anvertraut, der bis dahin der stellvertretende Vorsitzende gewesen war. Während der erwähnten Plenarsitzung wurde der Posten des stellvertretenden Vorsitzenden Seiner Exzellenz Bischof Blin anvertraut.

Am 5.Juli 2006 wurde das Gebäude des ältesten (aus dem XIV. Jahrhundert) in Minsk katholischen Heiligtums – der katholischen Kirche der Heiligsten Dreieinigkeit (des heiligen Rochus) auf dem Goldenen Berg – den Gläubigen zurückgegeben. Das historische Ereignis, auf das die Minsker Gläubigen 15 Jahre lang gewartet hatten, fand statt.

Am 29.-30. November 2006 besuchte der Heilige Vater Benedikt XVI. die Türkei und traf sich mit dem orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus II. Dieses wichtige Ereignis in der Entwicklung des Dialogs endete mit der Verabschiedung einer gemeinsamen Deklaration.

Zur Fortsetzung dieses Dialogs wurde das Treffen des Heiligen Vaters am 14. Dezember 2006 in Vatikan mit dem Erzbischof von Athen und Griechenland Christodul, während dessen die Hierarchen die gemeinsame ökumenische Deklaration unterzeichneten.

Das Treffen der Generalsekretäre der katholischen Bischöfe Europas mit dem Metropoliten Philaret Am 14.-16.Juni 2007 verlief in Minsk das 35.Treffen der Generalsekretäre der Konferenz der katholischen Bischöfe Europas, dessen Thema „Migration – Herausforderung für Europa“ war. Seine Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich mit dem orthodoxen Metropoliten von Minsk und Sluzk Philaret, dem Patriarchalen Exarchen von ganz Belarus, zu treffen. Sie zelebrierten heilige Messen in verschiedenen Gemeinden von Minsk und konnten das Leben der Gläubigen und den Zustand der Katholischen Kirche in Belarus näher kennen lernen.

Am 21. September 2007 befreite der Heilige Vater Benedikt XVI. Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz von der Priesterleitung der Erzdiözese der Gottesmutter Maria in Moskau und ernannte ihn zum Erzbischof Metropoliten der Erzdiözese Minsk-Mogiljow. Während der feierlichen kanonischen Übernahme des Postens des Erzbischofs der Erzdiözese Minsk-Mogiljow, die am 10.November 2007 in der Minsker erzkathedralen katholischen Kirche mit Teilnahme vieler Geistlicher und Gläubiger stattfand, wurde der Apostolische Brief über die Ernennung Seiner Exzellenz Erzbischof für diesen Posten vorgelesen und die ersten Dekrete des neu ernannten Metropoliten wurden erklärt. Gemäß einem dieser Dekrete wurde Bischof Antoni Dziemianko zum Generalvikar der Erzdiözese Minsk-Mogiljow der Römisch-katholischen Kirche in der Republik Belarus ernannt.

Am 1.März 2008 wurde anlässlich des VI. Europäischen Tages der Studenten der Universitäten um 18 Uhr in der erzkathedralen katholischen Kirche des Namens der Heiligsten Jungfrau Maria in Minsk die Gebetsfernsehbrücke aufgestellt, die erstmals in der Geschichte der Katholischen Kirche in Belarus Minsk und den Apostolischen Stuhl verband. Die Fernsehbrücke wird jährlich während der Großen Fastenzeit durchgeführt, damit die Jugendlichen aus der ganzen Welt mit dem Heiligen Vater durch das Rosenkranzgebet verbunden werden können. Zum Motto der Fernsehbrücke wurden die Worte „Europa und Amerika zusammen für die Errichtung der Zivilisation der Liebe“.

Am 6.März 2007 fand das Treffen des Heiligen Vaters mit dem Weltpatriarchen statt, das zu einem weiteren Schritt zur christlichen Einheit wurde. Die Hierarchen beteten zusammen in der Kapelle im Apostolischen Palast in Vatikan.

Am 29. Mai 2008 überreichte der neu ernannte Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Republik Belarus Sergej Alejnik dem Heiligen Vater Benedikt XVI. das Akkreditierungsschreiben und trat seinen Posten an. Während der Zeremonie unterstrich der Pontifex die wichtige Rolle von Belarus in der Vereinigung Europas und im ökumenischen Prozess.

Am 18.-22.Juni 2008 fand der Besuch des Staatlichen Sekretärs von Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. Kardinal Tarcisio Bertone in Belarus statt. Während dieses Besuches wurden sehr wichtige Treffen mit dem Präsidenten der Republik Belarus Alexander Lukaschenko, dem Patriarchalen Exarchen von ganz Belarus dem Metropoliten von Minsk und Sluzk Philaret, mit einer Reihe der Vertreter des staatlichen Apparates veranstaltet, während deren wichtige Fragen der Wechselbeziehungen der Katholischen Kirche und des Staates, des Baus neuer Heiligtümer, der Koexistenz der christlichen Konfessionen in unserem Land, der diplomatischen Beziehungen behandelt wurden. Es wurde die Verabredung über die Vorbereitung des Konkordates zwischen dem Apostolischen Stuhl und der Republik Belarus erreicht. Außerdem überreichte der Präsident der Republik Belarus Seiner Heiligkeit Benedikt XVI. durch den Staatlichen Sekretär von Papst die Einladung nach Belarus. Seine Eminenz Tarcisio Bertone traf sich mit den Dozenten und Studenten der Belarussischen staatlichen Universität, wo er die Vorlesung zum Thema „Glaube und Vernunft: Wie soll man dem modernen Menschen über Gott erzählen“ hielt. Er besuchte und zelebrierte heilige Messen in den katholischen Kirchen von Pinsk und Grodno und die feierliche Liturgie in der Minsker erzkathedralen katholischen Kirche, weihte den Grundstein der katholischen Kirche in Serebrjanka ein. Der Besuch des Staatlichen Sekretärs von Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. wurde mit großem Enthusiasmus von den belarussischen Gläubigen wahrgenommen. „Der Papst liebt euch und betet für euch“ – diese Worte, die Seine Eminenz während des Treffens mit den Jugendlichen nach der Zeremonie der Einweihung des Grundsteins sagte, drücken das Wesen der geistigen Verbindung zwischen dem Apostolischen Stuhl und der lokalen Katholischen Kirche und den Gläubigen aus.

Am 29.Juni 2008, am Feiertag der heiligen Apostel Petrus und Paulus, nahm der Metropolit der Erzdiözese Minsk-Mogiljow als Zeichen der Verbundenheit mit dem Heiligen Vater in der Basilika des heiligen Petrus in Rom von den Händen von Benedikt XVI. das Pallium - das Element des liturgischen Gewandes in Form eines schmalen Bandes aus der weißen Schafswolle mit den mit Wolle bestickten schwarzen Kreuzen; an den Rändern befinden sich Bleistücke, die mit der schwarzen Seide benäht sind. Das Tragen des Palliums ist nur dem Heiligen Vater (während jeder Liturgie) sowie den besonders ausgezeichneten Hierarchen der Katholischen Kirche (nur zu großen Festen) erlaubt. Papst Benedikt XVI. leitete die feierliche Liturgie in der Basilika des heiligen Petrus, die zusammen mit ihm die neu ernannten Metropoliten konzelebrierten. An der Feierlichkeit nahm der Patriarch von Konstantinopel Bartholomäus I. teil. Der Heilige Vater hielt eine feierliche Homilie zusammen mit dem geistlichen Leiter des orthodoxen Christentums der Welt. Die beiden Hierarchen sagten auch zusammen das Bekenntnis des Glaubens und sprachen den Segen.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. August 2009 um 14:07 Uhr